Mittwoch, 11. September 2019
Begebenheit
ich war das zweite mal in der Vesper und anschließend in der Messe; beim ersten mal danach hatte ich ein Gespräch mit Esperina (Name geändert Personlichkeitsschutz) aus irgendwo Osten Europas, die mich anschaute; ein Gespräch ergab sich, sie sprach gebrochen englisch und ich kein oder kaum französisch, obgleich die Sprache einen wunderschönen Klang hat; ich hatte leider Latein in der Schule, somit habe ich französisch nie gelernt; aber das hier nur am Rande; komme ich gleich noch drauf zurück.

Sie erzählte mir das sie jeden Tag 1, 5 Stunden meditieren und eine Stunde in der Bibel lesen und das der Arbeitstag von ihnen um 5 Uhr morgens beginnt und Abends gegen 10 halb Elf mit der Nachruhe endet, wobei sie die Hände aufeinander legte und ihren Kopf darauf um zu verdeutlichen was sie sagen wollte; ich hatte verstanden.

Ein langer Arbeitstag.

Am nächsten Tag ging ich wieder zur Vesperstunde in die Kirche auf dem Weg dorthin kreuzten sich die Wege von Esperina mir; ich ging weiter.
Während der Vesper wollte ich irgendwie raus; das nicht französisch verstehen können nervte mich und schließlich ging ich möglichst leise und beschleunigte draußen angekommen meine Schritte und schaute kurz zurück und knallte im selben Moment gegen ein Schild mit dem Kopf, es tat weh.
Ich stand wieder auf; eine sec hatte ich mich in eine tiefe Hocke begeben; bis der Schmerz ein bisschen weg war und ich überlegte oder ging kurz in mich und ging zurück in die Kirche.

Relativ am Ende beim Segensgruß kam Esperina auf mich zu, ich konnte Blumen riechen, eine Art Parfüm; nicht aufdringlich, sondern eher dezent und sagte auf deutsch zu mir" Friede sei mit Dir" , ich war völlig perplex und murmelte eine Art Antwort.
Die Messe, der wohnte ich bis zum Ende bei; es wird übrigens von allen dort erst Brot geteilt und Wein; auch für alle.

Das "Friede sei mit Dir, diese vier Worte als alle Meditation in der letzten Zeit, die Worte hatten Bedeutung für mich; eine tiefe Bedeutung, von etwas was ich einst wusste, aber lange vergessen hatte.

Irgendwie leichter verließ ich die Kirche und war froh wieder zurück gegangen zu sein.
Die Schritte waren leicht und beschwingt, die Trauer war von mir gewichen; ich fühlte mich glücklich.

"Friede sei mit Dir"

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